Grosses Konzert und Risotto vom Samstag, 26. November 2016

Der Anlass zu diesem Konzert hat uns das 75jährige Jubiläum unseres Chores gegeben. Um dies gebührend zu feiern, haben wir etwas Neues gewagt und entschieden, einen Tessinerabend mit Gedichten, musikalischen Intermezzi und Pilzrisotto zu organisieren. Um unseren Chor zu verstärken, haben wir einen Aufruf lanciert, um Gastsänger- und Sängerinnen für dieses Projekt zu gewinnen. Nach den Sommerferien standen auf einmal 20 Sänger mehr in unserem Proberaum.

Diese grossartige Erfahrung hat den Chor sehr bereichert. Es war ein wunderschönes Fest, an das wir mit sehr viel Freude zurückdenken.
Herzlichen Dank unserem fantastischen Publikum für die tolle Unterstützung. 


So haben eine Zuhörerin aus dem Tessin und eine Gastsängerin das Konzert erlebt:


Ein grosses Konzert

von Alda Soldini

„Gross“ weil der Chor, verstärkt durch GastsängerInnen, über 40 Mitglieder zählte.
Sehr abwechslungsreich und interessant das Programm, gelockert durch Gedichte und Musik.
Besonders die von Sarah Deissler sehr leidenschaftlich und auf Tessiner Dialekt rezitierten Texte haben beigetragen, die richtige Stimmung zu schaffen. 

   

Die Lieder wurden so vorgetragen, dass sie eine grosse Bandbreite der Gefühle auslösten. Von der Melancholie zur Freude, von der Traurigkeit zur Fröhlichkeit. Eine sehr intensive und begeisternde erste Halbzeit, die den ganzen Tessin streifte. Der in der Pause servierte Risotto wurde sehr geschätzt. Der Unterbruch, etwas zu lang, führte dazu, dass alle, SängerInnen wie auch Zuschauer, die Konzentration etwas verloren.

Nach einer Irrfahrt im Verzasca Tal konnten sie sich wieder fangen und die letzten Liedern, die anspruchsvollsten, mit der gewohnten Bravour aufführen.
Die Ovationen vom Publikum am Ende des Konzertes zeigt, wie gut der Abend gefallen hat. Gratulation an alle, auch für die Dekoration des Saales, welche ein Hauch Tessin nach Winterthur gebracht hat.

 

   

 

 

Lieder die das Herz berühren


Ganz spontan habe ich Anfang September entschieden, in das GastsängerInnenprojekt der Corale Pro Ticino Winterthur einzusteigen und so fand ich mich also eines Donnerstagabends um 19.30 im Strickhof ein. Mit einem Mäppchen voller Noten und dem Probeplan wurde ich in die erste Reihe eingewiesen. Ich muss gestehen, dass ich mich sofort in die Lieder verliebte, denn sie berührten mein Herz. Ein erster Höhepunkt war der Probesamstagvormittag, an dem ich den schönen Klangkörper des Chores zum ersten Mal so richtig wahrgenommen habe. Was wir uns seriös und diszipliniert in den letzten Wochen angeeignet hatten, tönte wunderbar und erfüllte den Saal des Kirchgemeindehauses, in dem dann auch das Konzert stattfinden würde. Langsam nahm das Ganze auch äussere Formen an, denn nun ging es ans Anprobieren der Trachten und Ergänzen des Fehlenden. 

Dann kam der 26. November, der Tag des Konzertes: alle Frauen erschienen pünktlich in ihren schönen Trachten und die Herren im weissen Hemd mit Krawatte und schwarzen Hosen. Wir freuten uns! Vor Konzertbeginn erfuhren wir noch die letzten Details des Ablaufes, und einmal mehr bewunderte ich die Nerven unseres Dirigenten Kilian Deissler. Straff, aber doch locker und mit Humor geleitete er uns „trocken“ durch den Ablauf des Konzertes und bewahrte stets wie in allen Proben seine Zuversicht und Frohnatur. 

Um 17 Uhr eröffnete Sandra Monai, unsere Präsidentin, mit einer herzlichen Begrüssung und einigen einleitenden Worten den Konzertabend. Schon bald spürten wir, dass es „funktioniert“: der Funke sprang auf das Publikum über, denn die Freude am abwechslungsreichen Programm war spürbar. Es wurde geklatscht, gelacht und mitgemacht. Auch wenn nicht alle den Wortlaut der von Sarah Deissler vorgetragenen Tessiner Texte verstanden haben, ihr temperamentvoller Auftritt überzeugte! Auch die instrumentalen Intermezzi kamen gut an und lockerten den Gesangsteil stimmig auf. 

Nun ist alles vorbei und es bleibt die Erinnerung an eine sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und an einen hervorragend organisierten Anlass, für den allen grosser Dank gebührt, auch den „Risotai", die uns mit ihrem köstlichem Risotto ai Funghi verköstigten. Das Bewusstsein, dass das Pflegen unseres kulturellen Erbes und das gesellige Beisammensein unsere Wurzeln stärkt, schenkt gerade in Zeiten grosser Umwälzungen Kraft und ist für mich der eigentliche Haupteffekt dieses Projektes.