Raduno Locarno, 17./18. Juni 2017

Hunderte Sänger haben sich getroffen, neue Freundschaften geschlossen und mit dem gemeinsamen Musizieren eine unvergleichbare Atmosphäre entstehen lassen, die unsere Herzen berührt und viele Emotionen geweckt hat. Es waren zwei wunderschöne Festtage!

Ein hezliches Dankeschön an Monica und Giordano, sowie alle Mitwirkenden, für die perfekte Organisation des 16. Raduno Cori Pro Ticino. Danke auch alljenen, die vor und hinter den Kulissen gearbeitet haben und somit dieses Wochenende unvergesslich gemacht haben.
Sandra Monai Soldini

 

Ein perfektes Wochenende

Bei schönstem Sommerwetter versammelten wir uns am Samstagmorgen des 17. Juni um 7 Uhr hinter dem HB Winterthur. Wir freuten uns, miteinander nach Locarno zum Raduno zu fahren. Singend und in unseren Trachten ging die Reise zu dem Chortreffen, das zum letzten Mal im Jahre 2010 durchgeführt wurde. Einen ersten kleinen Höhepunkt gab es beim Pausenstopp nach dem Gotthardtunnel, wo wir mit „Vieni sulla barchetta“ unseren Alfredo grüssten, der Geburtstag hatte. Die frische Bergluft fuhr uns durch Schürzen und Haare, was man auf dem kleinen Videofilmchen, das wir flugs nach Hause schickten, gut sehen kann.

Nach dem Zimmerbezug im Hotel Rio Garni in Muralto trafen wir uns um 13:30 Uhr im Theater Kursaal, wo der Wettbewerb der 12 Chöre nach genauer Regie stattfinden sollte. Nach der Begrüssung und einer kurzen Einführung ging es dann los. Jeder Chor präsentierte sich mit 3 Liedern, eines davon musste aber das eigens für den Raduno komponierte neue Lied, „Al Canton Ticino“ von Matteo Magistrali sein. Es war interessant, die verschiedenen Chöre zu sehen, zu hören und auch zu vergleichen.

Egal wie wir abschneiden würden bei der Bewertung: unter Kilian Deissler’s Leitung, der uns wie immer gut gelaunt und locker am Klavier begleitete, trugen wir unsere Lieder mit Freude dem Publikum vor. Unsere Geduld an diesem heissen Nachmittag, den wir im Innern des Saales verbrachten, wurde anschliessend mit einem halbstündigen Konzert von Duo Verbanus belohnt. Gebannt hörten wir uns die urchigen Töne an, die die beiden aus ihren alten und eigentümlichen Instrumenten hervorlockten. Endlich haben wir auch die Piva kennengelernt, die in einem unserer Lieder vorkommt.         

Mit Heisshunger und grossem Durst stürzten sich nachher die ca. 240 Coristi auf den Apero.

Es gab einige Höhepunkte an diesem Wochenende, aber für mich war der Schönste nach dem grandiosen Bankett im Restaurantl Al Parco als sich die verschiedenen Chöre zu vermischen begannen und wir uns mal da, mal dort zum spontanen Singen mit uns ganz fremden Menschen an deren Tische vereinten. Die Magie der Lieder zog alle in ihren Bann und egal ob alt oder jung, französisch oder schwitzerdütsch, ob Frau oder Mann, ob mit oder ohne Gitarre, allen gemeinsam ist, dass wir  diese heiteren, melanchonischen, witzigen und kraftvollen Lieder lieben, die heute noch Brücken zu schlagen und Menschen zu faszinieren vermögen.

Sogar auf der Piazza Grande am nächsten Morgen flogen uns die Herzen der Zuhörenden zu und auch das Radio della Svizzera Italiana, welches das grosse Chortreffen am Sonntagmorgen life übertrug, drückte seine Begeisterung über dieses kostbare Stück Schweizer Kulturgut aus.

 

 

Es war wirklich ein perfektes Wochenende: Perfekt vorbereitet, perfekt durchgeführt und perfekt gelungen. Allen, die dazu beigetragen haben, gebührt grosser Dank, vor allem auch unserer Präsidentin Sandra Monai und Gioa Mettler, die alles minutiös geplant und geleitet haben. Angefangen bei den liebevoll vorbereiteten Lunchsäcklein beim Hinfahren bis zum Mittagessen bei der Rückfahrt im Restaurant des Alpes in Airolo mit anschliessender Führung im Museum Forte Airolo, in dem uns Sandras Mutter auf deutsch und Augusta auf italienisch durch die Bunker der militärischen Einrichtungen geführt haben. Das Pünktchen auf dem I war der willkommene Apfel, der unsere verkehrsreiche Heimreise mit unserem kundigen Chauffeur Herr Markus Etter zusammen mit unseren Gesängen bereicherte.

Der Raduno 2017 wird uns in bester Erinnerung bleiben und uns beflügeln, weiterhin unsere fröhlichen und vitalen Lieder zu singen und dabei die Freundschaft zu pflegen. Allen, auch den Coristi gebührt grosser Dank für die Offenheit und den guten Geist, der in unserem Chor herrscht.